SG Wald-Michelbach: Förderverein präsentiert sich erstmals der Öffentlichkeit / Verschiedene Abteilungen zeigen ihr Können

Wald-Michelbach. Die große Bandbreite der SG Wald-Michelbach zeigen: Dieses Ziel hatte sich der im vergangenen Oktober neu gegründete Förderverein mit der Präsentation der verschiedenen Abteilungen in der Großraumsporthalle gesetzt, betonte der Vorsitzende Axel Lammer. Er freute sich bei seiner Begrüßung, dass so viele Gäste zur Veranstaltung „Ein Verein stellt sich vor“ gekommen waren. Das Motto „SGW 2.0“ zeigte daneben, dass es den Verantwortlichen darum ging, Wald-Michelbachs größten Verein für die Zukunft gut aufzustellen.

„Wir sind eine Truppe von engagierten SG-Mitgliedern, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Vereinsarbeit zu fördern und zu unterstützen“, erläuterte Lammer. Bisher bekleidete das neue Vorstandsteam keine andere Funktion in der SG. Zu ihm gehören neben Lammer als zweitem Vorsitzenden der ehemalige Bürgermeister Joachim Kunkel, Kassenwart ist Andreas Lammer und für die Öffentlichkeitsarbeit ist Andre Schmitt zuständig.

Jugend besonders im Blick

Der Gedanke eines Fördervereins stand schon länger im Raum, so der Vorsitzende. Nach halbjähriger Vorbereitungszeit ging man dann vor mehr als einem halben Jahr zu Werke. Inzwischen zählt man schon über 50 Mitglieder – eine Zahl, die Lammer als ausbaufähig bezeichnete. Die Ziele seien einfach, sagte er: „Förderung und finanzielle Unterstützung des Vereins in allen Bereichen.“ Egal ob Turnen, Fußball, Handball, Faustball, Tischtennis, Aerobic oder Gymnastik: Immer wenn nötig, will der Förderverein im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen. Lammer betonte, dass den Verantwortlichen die Jugend dabei besonders am Herzen liegt, „denn sie ist die Zukunft des Vereins“.

Außerdem will man die Außendarstellung fördern, Menschen für das Ehrenamt gewinnen und die Leistungen einer noch größeren Zahl von Menschen zugänglich machen. Daneben will man die verschiedenen Abteilungen miteinander verzahnen. „Das alles ist aber nur mit vielen Mitgliedern möglich“, formulierte er. Deshalb sollte die Präsentation auch genutzt werden, um neue zu werben. Lammer freute sich über den „sehr guten Zuspruch“ – und das, obwohl parallel der letzte Bundesliga-Spieltag lief. Kein Wunder, dass hier mal ein Radio stand oder dort schnell das Handy gezückt wurde, um die aktuellen Ergebnisse abzurufen.

Turner sorgen für Stimmung

Die Turner stellen das größte Kontingent in der SGW. Als die Leistungsgruppen auftraten, „war richtig Stimmung auf den Rängen“, freute sich der Vorsitzende. Sogar eine Zugabe musste gegeben werden. Ob am Boden oder auf Stufenbarren und Schwebebalken: Die Aktiven machten eine gute Figur. Von den Dreijährigen des Kinderturnens bis zu den Mittsiebzigern der Gymnastikdamen waren sie alle dabei. Fußballer, Aerobicdamen, Rückenfitte, Tischtenniscracks, Faustballer und SG-Nachwuchskicker aus dem JFV waren darüber hinaus aktiv. Für die Moderation sorgte Mark Norris.

Die ersten Monate des Fördervereins verliefen laut Lammer sehr positiv. Die Gründung bewährte sich bereits. Ein Beispiel: „Der Turnbereich braucht immer mal wieder neue Geräte“, erklärte er.

Viele Helfer im Hintergrund waren an diesem Tag im Einsatz, um die Veranstaltung zu einem Erfolg werden zu lassen. „Wir wollen dreistellig werden“, nannte der Vorsitzende ein Fernziel bei den Mitgliederzahlen. Als Förderverein will man außerdem bei den kommenden SG-Veranstaltungen oder Teilnahmen mitwirken, seien es Heimatfest, Kerwe oder Gastspiel des Kikeriki-Theaters. „Ein Verein muss sich in der heutigen Zeit fit für die Zukunft machen“, betonte Lammer. Deshalb auch SG 2.0. Der demografische Wandel schlägt nach und nach durch: weniger Mitglieder, weniger Helfer. Deshalb muss man frühzeitig tätig werden, um die Attraktivität des Gesamtvereins zu steigern. tom

Quelle: Odenwälder Zeitung vom 21. Mai 2019